Donnerstag, 28. April 2011


Kerzen – Symbol für das Licht des Herrn
Der Frühling ist eingekehrt: Die Bäume stehen in voller Blütenpracht, umgeben von grünem Gras und Löwenzahn. Die Menschen sitzen wieder auf ihren Terrassen und ihren Balkons und in ihren Gärten. Ein typisches Bild dabei ist die Kerze auf dem Tisch. Sie schafft besinnliche Stimmung indem sie für gedämpftes, angenehmes Licht sorgt. Jedoch nicht nur im Garten und auf der Terrasse sorgen Kerzen für eine heimelige Atmosphäre. Auch zu den meisten christlichen Feiern gehört eine Kerze dazu: So gibt es Taufkerzen, Hochzeitskerzen und Osterkerzen. Diese haben zusätzlich eine symbolische Bedeutung.
Wofür steht eine Kerze zur Taufe?
Entscheidet sich ein Mensch zur Taufe, dann möchte er damit sein offizielles Bekenntnis zu Jesus Christus ausdrücken. Er entschließt sich, ihm nachzufolgen und zu dienen. Bei der Taufe wird jemand symbolisch mit Wasser beträufelt oder auch ganz ins Weihwasserbecken getunkt. Dies ist ein symbolischer Akt der Reinwaschung von den Sünden. Wird anschließend die Kerze zur Taufe entzündet, steht sie symbolisch für das entzündete Licht Gottes im Täufling. Die Kerze soll den Täufling immer an das Licht Gottes erinnern. Analog zu dieser Symbolik gibt es ein Gleichnis.
Und welches Gleichnis ist dies?
Das Gleichnis von den klugen und den törichten Jungfrauen lautet folgendermaßen: Als Vorbereitung auf die Hochzeit müssen sich die Jungfrauen Kerzen und Brennhölzer besorgen. Alle Jungfrauen besorgen sich Kerzen, nur manche jedoch Brennhölzer. Als der Bräutigam abgeholt werden soll, bitten diejenigen ohne Brennhölzer die anderen um eine Leihgabe der ihren. Diese haben jedoch nicht genug für alle und so verpassen letztlich die Jungfrauen mit den Kerzen und ohne Brennhölzer die Hochzeit- ihr Licht leuchtet nicht, sie haben sich nicht vermählt. Der Bräutigam symbolisiert Gott, die Jungfrauen den Menschen. Die entzündete Kerze soll also die Bereitschaft, Gott zu empfangen, symbolisieren.